Viktoria Urberach ist nur noch einen Punkt von der Meisterschaft in der Verbandsliga Süd entfernt. Am kommenden Samstag genügt Urberach im Heimspiel gegen RW Darmstadt ein Punkt zum Titel und zum Hessenligaaufstieg. Am Mittwoch kann die Viktoria zudem Kreispokalsieger werden.
Interviews nach dem Viktoria-Sieg gegen Vatanspor Bad Homburg

Neunter Sieg in Folge

Die Viktoria schickte am Samstag den Tabellenneunten Vatanspor Bad Homburg mit 6:1 (3:0) nach Hause, einen Tag später schaute sich der Großteil der Urberacher Mannschaft das Verfolgerduell zwischen der Spvgg. 03 Neu-Isenburg und Rot-Weiss Darmstadt an. Wäre dieses Spiel uentschieden ausgegangen, dann hätte das die vorzeitige Meisterschaft für die Viktoria bedeutet. Darmstadt gewann aber mit 3:0 und könnte mit einem Sieg am letzten Spieltag in Urberach die Viktoria noch abfangen. Zumindest den zweiten Platz, der zur Teilnahme an den Relegationsspielen zur Hessenliga berechtigt, hat Urberach bereits sicher. Das Aufeinandertreffen zwischen der Viktoria und RW Darmstadt ist in jedem Fall ein würdiges Meisterschaftsfinale. Die Urberacher feierten zuletzt neun Siege in Folge, Darmstadt blieb 14 Mal in Folge ungeschlagen. Das Hinspiel Anfang Dezember gewann Darmstadt mit 2:0.

"Wollen Mannschaft belohnen"

Bis zum letzt möglichen Zeitpunkt hatten die Viktoria-Verantwortlichen offen gelassen, ob sie im Falle einer sportlichen Qualifikation auch ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen würden. Am Montag teilte der Verein nun Harald Vorndran, dem Vorsitzenden des Regionalfußballausschusses mit, dass sie die Herausforderung Hessenliga annehmen würden. "Ausschlaggebend war, dass wir die Mannschaft auch belohnen wollen, wenn sie tatsächlich den Aufstieg schaffen sollte", meinte Viktoria-Sprecher Thomas Weiland. Zudem sei die Hessenliga, aus der sich der Verein vor drei Jahren zurück gezogen hatte, auch finanziell vertretbar: "Wir würden die Hessenliga auf dem gleichen finanziellen Niveau fahren wie die Verbandsliga. Es würde keine Mehrbelastung für den Verein geben."

Pokalendspiel gegen Lengfeld

Titel Nummer eins wollen die Urberacher am Mittwoch auf dem Sportgelände des TSV Altheim einfahren. Auf neutralem Platz steht um 19 Uhr das Kreispokalendspiel gegen den eine Klasse tiefer beheimateten TSV Lengfeld an. Der Tabellenelfte der Gruppenliga ist zwar in der Außenseiterrolle, Viktoria-Kapitän Nils Wolf warnt dennoch: "Das wird sicher hart, terminlich ist das nicht so günstig. Für die Lengfelder ist es das Spiel des Jahres. Wir wollen auf jeden Fall das Double und werden am Mittwoch alles geben."

Statistik

FC Viktoria Urberach: Schürmann - Wolf, Niksic, Czerwinski, Schneider - Serra, Beck (61. Porporis), Ludwig - Özgün, Lewis (80. Ürüm), Struwe (72. Pavlovic)

Tore: 1:0 Lewis (17., FE), 2:0 Wolf (27.), 3:0 Struwe (28.), 3:1 Alin (66.), 4:1 Lewis (71., FE), 5:1 Porporis (78.), 6:1 Ürüm (85.)