Der krisengeschüttelte Gruppenligist Germania Babenhausen hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Steffen Schrod getrennt. Schrod hatte erst in der vergangenen Woche seinen Abschied zum Saisonende angekündigt. Der Co-Trainer und ein Spieler übernehmen.

Bayrak und Häfner übernehmen

Schrod hatte dem Verein bereits signalisiert, ab Sommer nicht mehr zur Verfügung zu stehen, nun vollzog der Vorstand die sofortige Trennung. Nach der geplatzten Fusion mit dem SV Sickenhofen, folgenden Vorstandquerelen, dem Rückzug von Sponsoren, der Rücktrittsankündigung des Vorsitzenden Norman Pachl und viel Unruhe im Spielerkader sollen ab sofort der bisherige Co-Trainer Guengöer Bayrak und Spieler Dominik Häfner bis zum Saisonende übernehmen.

"Hat dem Vorstand nicht gefallen"

Zunächst das als Nichtantritt gewertete Spiel gegen Heppenheim, nun der Nichtantritt beim FC Bensheim - beide Spielabsagen wurden von der Germania mit Spielermangel begründet. Ein dritter Nichtantritt würde das vorzeitige Saisonaus bedeuten. Eine schwere Hypothek für die Schrod-Nachfolger. Germania-Vorsitzender Norman Pachl: "Der plötzliche Umzug zurück nach Babenhausen hat den Jungs nicht geschmeckt. Die Spiele aber einfach her zu schenken, ist keine Art. Da war unser Trainer Steffen Schrod mitbeteiligt, er hat versäumt aus der zweiten Mannschaft Spieler anzusprechen und einzubauen. Das hat unserem Vorstand nicht gefallen. Mir liegt es sehr am Herzen, dass die Saison zu Ende gespielt wird." Steffen Schrod sagte: "Es wurde immer schwerer unter den Voraussetzungen das Traineramt auszuüben, die Entscheidung hat mich nicht überrascht. Für die Jungs ist es schade, mit denen hatte ich keine Probleme."