Der FSV Groß-Zimmern hat am ersten Spieltag der Kreisliga A Dieburg für eine Überraschung gesorgt. Mit 4:0 setzte sich das Team von Trainer Johnny Conner beim FV Eppertshausen durch. Eppertshausen wurde vor Saisonbeginn von der Konkurrenz fast ausnahmslos als Topfavorit angesehen. Der FSV zählt zum erweiterten Favoritenkreis. Die Deutlichkeit des Sieges überrascht aber. Die Groß-Zimmerner sind auch der erste Tabellenführer.

Tabelle & Statistik Kreisliga A Dieburg

Bildergalerie FV Eppertshausen - FSV Groß-Zimmern

FV Eppertshausen - FSV Groß-Zimmern 0:4 (0:2).
Groß-Zimmerns Trainer Johnny Conner und Eppertshausens Coach Marco Saul waren sich einig: Der FSV-Sieg ging absolut in Ordnung, auch wenn er zu hoch ausgefallen war. „Wir waren hoch konzentriert, haben das super gemacht“, freute sich Conner. Eppertshausens hatte zwar mehr Ballbesitz, Groß-Zimmern war dagegen sehr effizient. „Der FSV hat einen Sahnetag erwischt. Im Gegensatz zu den Testspielen haben wir heute die Durchschlagskraft nach vorne vermissen lassen“, sagte Marco Saul. Die größte Torchance hatten Eppertshausen erst in der 89. Minute, als Manuel Owusu den Pfosten traf. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie durch Tore von Egor Flegel, Stanislaw Haensch, Mustafa Zeyrek und Vedad Turic längst entschieden.
FV Eppertshausen: Speck; Schüler, Deumlich, Korndörfer, Euler, Pesante, Owusu, Lehr, Sahinyan, Grimm, Schröter (Karadag, Zeweldi, Reinecke)
FSV Groß-Zimmern: Lange; Flegel, Helfenbein, Hassan Zeyrek, Hänsch, Andrej Ferderer, Alexander Obertshauser, Mustafa Zeyrek, Ficut, Gencer, Kaya (Reimo, Turic, Pop)
Tore: 0:1 Flegel (36.), 0:2 Hänsch (45.), 0:3 Mustafa Zeyrek (62.), 0:4 Turic (85.)

FSG Heubach-Wiebelsbach - Spvgg. Groß-Umstadt 3:1 (1:1). „Groß-Umstadt war in der ersten Hälfte spielbestimmend“, sagte FSG-Sprecher Dirk Neuroth nach dem ersten Punktspiel der neuen Spielgemeinschaft. „Nach der Pause war es genau umgekehrt, da haben wir das Spiel gemacht. Insgesamt geht unser Sieg in Ordnung“, so Neuroth.
Tore: 1:0 Sarikaya (21., FE), 1:1 Altunbas (37.), 2:1 Sekyra (78.), 3:1 Sarikaya (83.)

Viktoria Kleestadt - SG Reinheim/Spachbrücken 3:3 (2:2).
„Das war ein glücklicher Punktgewinn für Reinheim/Spachbrücken. Wir haben uns heute durch unsere mangelnde Chancenverwertung selbst bestraft“, sagte Kleestadts Zweiter Vorsitzender Matthias Hauck, der auch im Tor stand. „Wir hatten in der ersten Hälfte fünf, sechs hochkarätige Torchancen. Auch nach der Pause waren wir überlegen, wenn auch nicht mehr so deutlich“, so Hauck. Kleestadt machte aus einem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung, kassierte dann aber noch in der Schlussphase das 3:3 durch den dreifachen Torschützen Dominic Heinemann.
Tore: 0:1 Heinemann (12.), 0:2 Heinemann (27.) , 1:2 Kurz (39., FE), 2:2 Daum (43.), 3:2 Scheuermann (51.), 3:3 Heinemann (85.)

PSV Groß-Umstadt - TSV Richen 0:2 (0:2). „Die erste Hälfte war ausgeglichen, wir sind durch zwei Tore nach Standardsituationen in Führung gegangen“, sagte Richens neuer Trainer Dennis Stork. „Im zweiten Abschnitt waren die Portugiesen überlegen. Unser Sieg war vielleicht etwas glücklich, aber auch nicht unverdient“, so Stork.
Tore: 0:1 Buhl (24.), 0:2 Euphraimidis (27.)

TSV Altheim - TS Ober-Roden II 1:2 (0:2).
„Die erste Hälfte haben wir komplett verschlafen, da war die TS überlegen und hat verdient mit 2:0 geführt“, berichtete Altheims Trainer Adis Ahmetovic. Auch durch die Hereinnahme von Fatih Yakut wurde Altheim deutlich stärker. Trotz Überlegenheut gegen die nach einer Stunde in Unterzahl spielende TS kam Altheim nur zu einem Tor. Adis Ahmetovic hatte in der zweiten Hälfte vier Lattentreffer seines Teams gezählt, zwei von Fatih Yakut. TS-Spielertrainer Mark Schierenberg gab zu: „Altheim darf nie verlieren. Die erste Hälfte war gut von uns. In der letzten halben Stunde hatten die Altheimer mehrere hundertprozentige Chancen. Wir hatten diesmal viel Glück.“
TSV Altheim: Sahm; Rehak, Komma, Lechte, Jacobs, Schrickel, Ständner, Adel Ahmetovic, Lauria, Müller, Salo (Yakut, von Berg, Andrzejczuk)
TS Ober-Roden II: Fischer; Knapek, Ustabasi, Zeise, Markus Winter, Taupitz, Schmidt, Eberle, Fernandez, Drengwitz, Schierenberg (Holzschneider, Scharf)
Tore: 0:1 Ustabasi (20.), 0:2 Zeise (44.), 1:2 Adel Ahmetovic (67.) - Gelb-Rot: Schmidt (60., Ober-Roden)

Kickers Hergershausen - Viktoria Urberach II 3:3 (0:2). Urberach führte mit 2:0 und 3:2, Aufsteiger Hergershausen glich aber jeweils aus. „Die Moral hat gestimmt, allerdings waren wir eigentlich die bessere Mannschaft“, wusste Hergershausens Spielertrainer Jörg Gunkelmann nicht so recht, ob er sich über den einen Punkt freuen oder über einen verpassten Sieg ärgern sollte. Urberachs Torhüter Özgür Acar rettete seiner Mannschaft mit zahlreichen Paraden einen Punkt. Kickers-Stürmer Gaetano Sirna, der das 3:3 erzielt hatte, vergab kurz vor Schluss den Siegtreffer. „Wir waren heute heute sehr effektiv in der Chancenverwertung. Der Punkt ist in Ordnung für uns“, sagte Urberachs Trainer Kayhan Özen. Nach einer Viertelstunde musste Urberachs Jan Kampe mit Verdacht auf Kreuzbandriss ausgewechselt werden.
Kickers Hergershausen: Rosskopf; Kuipers, Rausch, Lehr, Gunkelmann, Tekin, Bachmann, Mohr, Altrichter, Liebald, Sirna (Kolb, Funk, Marques)
Viktoria Urberach II: Acar; Weigand, Kampe, Tampe, Aouraghe, Spina, Prosch, Hein, Lake, Guenther, Lotz (Pereira, Hitzel, Hain)
Tore: 0:1 Weigand (22.), 0:2 Aouraghe (44.), 1:2 Lehr (53.), 2:2 Eigentor Prosch (56.), 2:3 Hein (63.), 3:3 Sirna (77.)

Viktoria Schaafheim - SG Mosbach/Radheim 2:4 (2:3). Schaafheim ging im Derby durch Tim Erbacher früh in Führung, Erbacher hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß. Im direkten Gegenzug gab es einen umstrittenen Foulelfmeter der zum 1:1-Ausgleich führte. Letztlich setzte sich Mosbach/Radheim auch dank der individuellen Klassen der Stürmer Max Daniel und Marvin Bernhard durch. „In der zweiten Hälfte haben wir kräftemäßig abgebaut, Mosbach/Radheim war abgeklärter“, sagte Schaafheims Spielertrainer Tobias Fey.
Viktoria Schaafheim: Radtke; Uhl, Erbacher, Blair, Eifert, Matovic, Krapp, Becker, Kreher, Fey, Kurz (da Silva Peixoto, Musel, Virag)
Tore: 1:0 Erbacher (4.), 1:1 Ruppert (19., FE), 1:2 Max Daniel (21.), 2:2 Matovic (30.), 2:3 Bernhard (43.), 2:4 Max Daniel (57., FE)

KSG Georgenhausen II - KSV Urberach 2:2 (1:2).
Aufsteiger Urberach führte mit 2:0, Georgenhausen kam aber sowohl in der Nachspielzeit der ersten als auch der zweiten Hälfte zu Toren. Urberachs Spielertrainer Emil Husser ärgerte sich, dass der Schiedsrichter seiner Meinung nach zu lange nachspielen ließ. Zudem habe der Unparteiische in der Anfangsphase einen klaren Elfmeter für Urberach übersehen und ein Tor wegen angeblicher Abseitsstellung nicht gegeben. „In der ersten Hälfte hatten wir ein Chancenplus, im zweiten Durchgang war Georgenhausen dann schon überlegen, ohne allerdings viel Druck zu machen. Wir hätten heute drei Punkte verdient gehabt“, so Husser.
KSV Urberach: Stüber; Suderleith, Nas, Pirinc, Lahri, Bayraktaroglu, Colak, Zekaj, Husser, Sogan, Arieja (Güder, Miotke)
Tore: 0:1 Colak (10.), 0:2 Pirinc (21.), 1:2 Forss (45., +2), 2:2 Ziergöbel (90., +5)

FV Eppertshausen erster Aufstiegsanwärter

Video: FSV Groß-Zimmern - Kickers Offenbach