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Spontan mit Kurt Ziener (Trainer KSV Reichelsheim)
Mittwoch, 28. April 2004

Aufstieg. Erstrebenswertes Ziel für jeden Fussballer und gut für die Weiterentwicklung meiner noch jungen Mannschaft.

Bezirksoberliga. Stellt eine große Herausforderung für unseren Verein dar, der noch nie so hoch gespielt hat. Das Ziel ist greifbar - aber Träumer verschlafen die Zukunft....

Club aus meiner Vergangenheit. Kickers Offenbach - der Verein, bei dem ich ein bißchen am großen Fussball schnuppern durfte in einer Phase, als es den Kickers mit Spielern wie Kostedde Held, Schäfer, Hickersberger etc. sportlich noch richtig gut ging.

Dienstältester Trainer. Ist nur Statistik - wichtig ist es, nach einer so langen Amtszeit noch mit den Jungs auf einer Welle zu sein und fachbezogene und menschliche Authorität umzusetzen

Ehrgeiz: Ich kann nicht einmal ein Trainingsspiel verlieren und das mit knapp 50 Jahren....

Fans. Der KSV Reichelsheim hat einen treuen Stamm von Anhängern, die uns auch zu jedem Auswärtsspiel begleiten. Manchmal zu kritisch - die Erfolge der letzten Jahre verändern die Maßstäbe.

Geld: bei uns ist Schmalhans Küchenmeister - aber die Arbeit mit Talenten macht mir Spaß, und da kann man auch noch etwas bewegen

Heimatverein: TSV Aschbach - heute keinerlei Kontakte mehr, obwohl mein von mir sehr verehrter Großvater Karl Ritter der Fußballpionier und Mitbegründer in diesem Verein war

Interessen: außer Fussball alles was mich klüger macht und guter Wein und gutes Essen - man siehts ja kaum...

Jubel: still oder ausgelassen - je nach Drucksituation.

Konkurrenten: Ich würde es der TS Ober-Roden gönnen, den Relegationsrang zu erreichen. Zum einen, weil sie über Jahre hinweg ein ähnlich nachwuchsbezogenes Konzept wie wir verfolgen und zum anderen, weil ich weiß, wie bitter es ist, auf der Zielgerade noch zu scheitern.

Lieblingsverein: HSV.

Meisterschaft: Das größte im Leben eines Fussballers - bisher habe ich das mit drei von mir trainierten Vereinen geschafft.

Nervenstärke. Bei mir ausreichend vorhanden - aber letztendlich auch eine Frage der (Lebens-)Erfahrung.

Oberligaspieler in der Bezirksliga. Wettbewerbsverzerrend - die U24-Regel ist so, wie sie vom HFV bzw. DFB ausgelegt wird, ein schlechter Witz, den es zu korrigieren gilt.

Perspektive: Reichelsheim als klassenhöchsten Odenwaldverein in der BOL zu etablieren wäre eine großartige Perspektive

Quälen: hat unmittelbar etwas mit Qualität zu tun - nur wer an seine Grenzen gehen kann, wird auf Dauer auch Erfolg haben.

Routine: ist wichtig aber nicht erlernbar - jeder Spieler verarbeitet seine Erfahrungen anders. Wichtig ist, dass jeder Spieler bereit ist, zu lernen und bestimmte Dinge zu automatisieren, ohne seine individuellen Qualitäten zu verlieren.

Starkult: Das was auf der Profifussballebene derzeit abläuft und von den Medien in voyeuristischer Weise vorgeführt wird, stößt mich ab und hat mit "meinem Fussball" nichts mehr zu tun.

Trainerjob: Mein Ventil und mein Hobby, bei dem ich sowohl abschalten als auch mich auspowern kann. Der Umgang mit jungen Leuten hält einem selbst noch einigermaßen jung.

Urlaub: Ich bin kein großer Urlauber mit fernen Reisezielen.

Vorbild: Als Jugendlicher Uwe Seeler (siehe Lieblingsverein), heute: jeder, der Zivilcourage zeigt und sich so aus dem grauen Brei der Desinteressierten oder ausschließlich an monetären Dingen Interessierten heraushebt.

Wunschspieler: Zidane - weiß aber noch nicht, wie wir den kriegen können....

X-Beine: Ein guter Fussballer hat standesgemäß O-Beine

Yesterday: Abgehakt und zu Erfahrungen verarbeitet

Zukunft: carpe diem

   
 

 
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