Topspiel in der Kreisoberliga am ersten Spieltag der Rückrunde: Am Sonntag empfängt der Tabellenzweite SV Münster (38 Punkte), der bislang alle Heimspiele gewonnen hat, Spitzenreiter Seckmauern (39). In Klein-Zimmern gab es einen  Trainer-Rücktritt.
Viktoria Klein-Zimmern - TSV Seckmauern 0:2 (0:0). Die Hausherren boten dem Spitzenreiter gut Paroli. Nach dem Rücktritt von Mark Schierenberg hatte Timo Rödler erstmals die Alleinveranwortung. Sein Team agierte bis auf eine Ausnahme diszipliniert und zeigte eine starke Leistung. Kurz vor der Pause parierte Schlussmann Lumni Azemi einen Foulelfmeter von Gästespielertrainer Rafael Kurek. Zum Punkten reichte es aber dennoch nicht, da erneut die eigenen Chancen nicht genutzt werden konnten und der TSV zweimal einnetzte. Zudem musste die Partie in Unterzahl beendet werden. Viktoria-Sprecher Jens Emmerich meinte: "Das Team war gut eingestellt und zeigte eine gute Leistung. Der Trainerrücktritt hat mich überrascht, die Mannschaft hat das scheinbar aber nicht beeinträchtigt." Seit Januar 2011 war Mark Schierenberg Trainer in Klein-Zimmern und sorgte in der vergangenen Saison mit der A-Liga Meisterschaft und dem direkten Aufstieg in die Kreisoberliga für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Es war nach 2003 bis 2006 bereits das zweite Engagement von Schierenberg bei der Viktoria. Die 1:5-Niederlage beim Ligakonkurrenten TSG Steinbach veranlassten ihn nun sein Amt zur Verfügung zu stellen. Zu seinen Rücktrittsgründen befragt, sagte er: „Ich trainiere auch die Gruppenliga D-Junioren und die D2 , das sind teilweise 27 Kinder. Ich will mit Spaß bei der Sache sein, bin dennoch auch leistungsorientiert. Das Kindertraining mache ich bei der Viktoria weiter. Ich hatte den Eindruck, dass vieles bei der ersten Mannschaft nicht mehr ankommt. Vor allem hatte ich nicht mehr so viel Freude, was teilweise an den sportlichen Ergebnissen, aber auch an der momentanen Situation liegt. Ich bin 43, fühle mich montags nach sonntäglichen 90 Minuten, als ob mich ein Bus überfahren hätte, musste aber entgegen meiner Absicht bisher öfter ran. Das kann und will ich nicht mehr. Ich habe daher den Vorsitzenden Erhard Höptner direkt nach seinem Urlaub informiert. Eigentlich wollte ich erst in der Winterpause aufhören, im Gespräch wurde dann aber das sofortige Aufhören beiderseitig vereinbart. Ich bin keiner, der die Mannschaft im Stich lässt. Bei Timo Rödler ist sie in sehr guten Händen.“ Vereinsvorstand Erhard Höptner sagte: „Mark ist ein positiv Fußballverrückter, er zeigte tolles Engagement und ist für unsere Entwicklung hauptverantwortlich. Gegenüber der Vorsaison fehlen uns wichtige Akteure, Johannes Wiedeskind studiert im Ausland. Florian Sedor und Steffen Horscht wechselten, Fabian Bug pausiert. Jetzt ist Tim Bauer langzeitverletzt und Nils Böttler fällt auch verletzt aus. Es kamen viele Dinge zusammen, beispielweise klappte es auch nicht mit dem neuen Angreifer Hendrik Makolli. Wir sind dennoch im Soll, die Mannschaft hat derzeit nicht die Qualität wie im Vorjahr, sollte aber dennoch den Ligaverbleib erreichen. Mark war unverändert leistungsorientiert, dass passte zuletzt nicht mehr hundertprozentig mit der Mannschaft zusammen. Wir haben ebenfalls noch einige Baustellen im Verein, diese gilt es ebenfalls anzugehen.“
Viktoria Klein-Zimmern: Azemi - Barthelmes, Krauss, Stroh, Kaya - Müller, Senel, Machado, Bernhard, Mann (80. Rosskopf) - Pilz (48. Herberg)
Tore: 0:1 Gessner (53.), 0:2 Henkes (62.) - Gelb-Rot: Machado (70./Viktoria) - Schiedsrichter: Wensky (Gravenbruch)

Viktoria Schaafheim - SC Hassia Dieburg 2:0 (0:0). Die Partie verlief auf Augenhöhe, vor der Pause sicherte Viktoria-Schlussmann Dennis Meyer gegen Pierre Kampka (34.) und Antonio Capobianco (38.) das Remis. Chancen gab es im ganzen Spiel nur wenige, die erste richtig gute für die Hausherren nutzte Alexander Hartl nach schöner Einzelleistung zum 1:0. Vier Minuten vor dem Ende erzielte er nach einem Missverständnis der Dieburger die 2:0-Entscheidung. Schaafheims Sportlicher Leiter Florian Schmidt sagte: "Nach der Pause waren wir einen Tick besser und haben unsere Chancen genutzt. Es war unsere bisher beste Saisonleistung". Dieburgs Spielertrainer Torsten Schnitzer meinte: "Es ist ärgerlich, dass unsere Serie gestoppt wurde. Im Großen und Ganzen fehlt uns einfach die Konstanz."
Viktoria Schaafheim: Meyer - Patrick Böhm, Fey, Ueruen, Trippel (56. Schippers) - Kreher, Kurz, Boz, Öcal, Pascal Böhm - Hartl
Hassia Dieburg: Ludwig - Jakob, Nath (82. Vieira), Machado (20. Tuerkguelsuen), Heider - Capobianco, Tayfun Durmus (70. Ünalan), Tolga Durmus, Trninic, Böttler - Kampka
Tore: 1:0, 2:0 Hartl (70., 86.) - Schiedsrichter: Fischer (Kahl)

SV Münster - TSG Steinbach 3:2 (2:0). Der SV Münster gewann auch das letzte Heimspiel der Vorrunde machte es dabei spannender als nötig. Nach schneller Führung durch Martyn Turkowicz dominierten die Hausherren klar. Julian Huther stockte auf 2:0 auf. Weitere gute Chancen verpufften. Im zweiten Durchgang kamen die Gäste heran, aber der eingewechselte Adrian Postall sorgte für die 3:1-Vorentscheidung. Mark Braun und Adrian Postall  scheiterten mit zwei weiteren guten Chancen, Sefa Ustabasi traf vier Minuten vor dem Ende nur den Pfosten. SVM-Sprecher Joachim Boucher sagte: "Wir haben unsere Hausaufgaben mit Bravour erledigt und keinen Punkt auf  dem Mäusberg in der Vorrunde abgegeben."
SV Münster: Katzemayer - Lehr, Ries, Chojnowska, Seib - Naim (71. Ustabasi), Lauckhardt, Turkowicz, Gueney (71. Grimm), - Huther (71. Postall), Braun
Tore: 1:0 Turkowicz (9.), 2:0 Huther (33.), 2:1 Kücük (54.), 3:1 Postall (76.), 3:2 Kücük (85.) - Schiedsrichter: Eyrich (Maintal)